Integrationsratsvorsitzende nach NS-Vergleich unter Druck: AfD fordert Rücktritt

Die Vorsitzende des Bielefelder Integrationsrats, Murisa Adilovic, gerät unter Druck, weil sie den Fall der Brandmauer im Bundestag mit der NS-Zeit verglich. Adilovic stellte die Zusammenarbeit der Fraktionen mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 in einen direkten Zusammenhang. Die CDU reagierte brüskiert und forderte ebenso wie die AfD den Rücktritt von Adilovic. Der besagte Facebook-Post war nicht der erste Vorfall, der die personelle Untauglichkeit der Vorsitzenden des Bielefelder Integrationsrats unter Beweis stellt: Bereits vor einem Jahr erklärte sie in einem Interview mit dem Westfalen-Blatt: „Ich weiß nicht, was Integration ist. Ich fühle mich – wenn Sie so wollen – auch gar nicht integriert.“

AfD-Ratsherr Maximilian Kneller erklärte in einer Pressemitteilung: „Wir von der AfD sind froh darüber, dass sehr viele gut integrierte Ausländer, bis hin zum direkten Umfeld von Frau Adilovic, die AfD wählen, unterstützen oder sogar Mitglieder sind. Sie leiden nämlich, wenn sie nicht wie die Integrationsratsvorsitzende zum Stadtestablishment gehören, als Erste unter der unkontrollierten Massenzuwanderung. Frau Adilovic ist Vorsitzende eines Gremiums, das sich politisch neutral für die Belange von Bielefeldern mit Migrationshintergrund einsetzen soll. Die vielen AfD-Wähler unter ihnen beleidigt sie in infamer Weise mit einem kruden, weltfremden Geschichtsbild, das vor allem die Nazizeit verharmlost. Frau Adilovic ist daher ungeeignet, ihr Amt in politischer Neutralität auszufüllen und sollte daher zurücktreten.“