Integrationspreis für „Omas gegen Rechts“: Bielefelds Integrationsrat bestätigt vor allem sich selbst

Der aktuelle Integrationspreis der Stadt Bielefeld geht u. a. an die "Omas gegen Rechts". Damit zeigt sich erneut, wie eng die Kreise aus Integrationsrat, Kommunalem Integrationszentrum und bestimmten Aktivistengruppen miteinander verflochten sind. Es entsteht der Eindruck einer Struktur, in der immer dieselben Personen entscheiden, auszeichnen und sich gegenseitig Bedeutung zuschieben. Die SPD-eigene Presse berichtet daraufhin wohlwollend und in großer Aufmachung.

Von echter Integrationsarbeit ist das weit entfernt. Während Sprachförderung, Wohnraumfragen und praktische Unterstützungserfordernisse im Alltag dringend Lösungen brauchen, vergibt man Preise für politische "Haltung". Nicht Leistung für die Stadt und ihre Gesellschaft, sondern das richtige Narrativ wird belohnt. Dieses Muster ist seit Jahren sichtbar: Die Gremien wirken wie eine geschlossene Gesellschaft, die sich fortlaufend selbst bestätigt und gleichzeitig an den realen Problemen vorbei arbeitet.

Dr. Florian Sander, Vorsitzender der AfD-Ratsfraktion, kommentiert: "Weniger Bühne, weniger Pöstchen, weniger Prestigeaktionen; mehr praktische Arbeit und ein gesünderes Gleichgewicht von Fördern und Fordern – das wäre der sinnvollere Schritt für die Integrationsarbeit der Stadt. Die jüngste Preisvergabe zeigt erneut den seit langem angestauten Reformbedarf der Bielefelder Integrationsstrukturen, im Zuge derer übrigens schon vor Jahren der Integrationspreis an einzelne Aktivisten des 'Bündnisses gegen Rechts' vergeben worden ist. Finanzielle Mittel und mediale Aufmerksamkeit gehören stattdessen dorthin, wo sie wirklich gebraucht werden – und nicht in ein untereinander vernetztes Milieu, das fern von den eigentlichen Problemen der Menschen agiert und Steuergelder für Eigenlob verschwendet."